Rebalancing-Rechner
Durch Kursschwankungen verschiebt sich die Gewichtung in deinem Depot – aus 70/30 wird schnell 80/20. Trage deine Positionen ein, gib deine Zielgewichtung an, und der Rechner zeigt dir, was du kaufen oder verkaufen musst, um wieder in Balance zu kommen.
Deine Portfolio-Positionen
Trage jede Position mit ihrem aktuellen Wert und deiner gewünschten Zielgewichtung ein. Die Zielgewichtung sollte in Summe 100 % ergeben.
| Position | Aktueller Wert (€) | Ziel (%) | |
|---|---|---|---|
| Summe | 0 € | 0 % |
Beim Cashflow-Rebalancing kaufst du nur untergewichtete Positionen nach – ohne etwas zu verkaufen. Das vermeidet steuerpflichtige Verkaufsgewinne.
Statt einer Einmalzahlung fließt deine laufende Sparrate gezielt in die untergewichteten Positionen, bis die Zielaufteilung wieder erreicht ist – ebenfalls ohne Verkäufe und damit steuerschonend.
Wie viel deines Verkaufserlöses ist Kursgewinn? Beispiel: Du hast für 10.000 € gekauft, der Wert liegt bei 20.000 € – dann sind 50 % Gewinn. Gerechnet wird mit Abgeltungsteuer + Soli (26,375 %) und 30-%-Teilfreistellung für Aktien-ETFs; der Sparerpauschbetrag bleibt unberücksichtigt.
Das musst du tun
Rebalancing kurz erklärt
Warum überhaupt umschichten?
Angenommen, du startest mit 70 % Aktien und 30 % Sicherheitsbaustein. Läuft die Börse gut, wächst der Aktienteil schneller – nach ein paar Jahren stehst du vielleicht bei 82 % Aktien. Dein Depot ist damit deutlich riskanter geworden, als du eigentlich wolltest, ohne dass du etwas entschieden hättest. Rebalancing stellt deine ursprüngliche Gewichtung – und damit dein gewünschtes Risikoniveau – wieder her.
Der antizyklische Nebeneffekt
Beim Rebalancing verkaufst du automatisch das, was gut gelaufen ist (teuer), und kaufst das, was zurückgeblieben ist (günstig). Du folgst also ganz diszipliniert dem Prinzip „hoch verkaufen, niedrig kaufen" – ohne den Markt timen zu müssen und ohne auf dein Bauchgefühl zu hören.
Umschichten oder mit frischem Geld?
Wer Anteile verkauft, löst unter Umständen steuerpflichtige Kursgewinne aus. Deshalb ist das Cashflow-Rebalancing oft die clevere Variante: Statt zu verkaufen, kaufst du mit neuem Geld (Sparrate, Bonus, Weihnachtsgeld) gezielt die untergewichteten Positionen nach, bis die Balance wieder stimmt. So fallen keine Verkaufssteuern an. Und wer keine größere Summe parat hat, lenkt einfach seine laufende Sparrate für einige Monate gezielt um – gleiche Wirkung, verteilt über die Zeit. Alle drei Wege bietet dieser Rechner.
Wie oft ist sinnvoll?
In der Regel reicht einmal im Jahr – am besten zu einem festen Termin wie dem Jahreswechsel. Und eine gängige Faustregel: Umschichten lohnt sich erst, wenn eine Position um mehr als etwa 5 Prozentpunkte von ihrem Ziel abweicht. Bei kleinen Abweichungen kosten die Transaktionen mehr, als sie bringen.